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20.10.2017 19:19
Alter: 59 days

Diagnostische Innovationen für die Veterinärmedizin: Hersteller & An­wender initiieren Entwicklungs­projekte

 

Ob ELISA, Streifen-Schnelltests, Arraytechnologien, Next-Generation Sequencing oder Bio-sensoren: All jene Methoden, die sich in der humanen In-vitro-Diag­nostik etabliert haben, werden verstärkt auch in der Veterinärmedizin nach­gefragt. Um vorhandene Technologien bestmöglich für den veterinärdiag­nostischen Markt zu nutzen, gilt es, nicht nur aktuelle Bedarfe, sondern auch Herausforderungen bei der Test-Entwicklung zu erfassen. Darunter fallen Aspekte wie Speziesvielfalt in der Tiermedizin, Verfügbarkeit von oft nur geringen Probe-Volumina sowie fehlende Kreuz-Homologien zu etablierten humanen Tests, die die Entwicklung speziesspezifischer biomarkerbasierter Tests erforderlich macht.

Das kürzlich gestartete ZIM-Kooperationsnetzwerk VetDx – ein vom Bun­desministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstütztes und vom DiagnostikNet-BB koordiniertes Netzwerk – zielt darauf, den Technologietransfer optimal umzusetzen und die Entwicklung innovativer und auf die Bedarfe der Tiermediziner zugeschnittenen Diagnostika effektiv voranzutreiben. Um lang­fristige, zuverlässige und effiziente F&E-Projekte zu initiieren, bedarf es einer engen Zusammenarbeit von Herstellern mit Forschern und Anwendern. Je direkter die einzelnen Partner aufeinander zugehen, um so gezielter lassen sich Bedarfe erfassen und Diagnostik-Lösungen mit Marktpotenzial entwickeln.

Daher trafen sich insgesamt um die 60 Vertreter aus Forschungsinstituten, Kliniken und Laboren sowie Unternehmen des VetDx-Netzwerks am 29. September 2017 zum ‚Kick-off‘ im Schloss Friedrichsfelde in Berlin: einer gemeinsamen Veranstaltung der Freien Universität (FU) Berlin – unter der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Ralf Einspanier, Leiter des Instituts für Veterinärbiochemie – und des DiagnostikNet-BB. In kurzen Übersichtsvorträgen legten die Partner dar, welche Kompetenzen sie bieten und suchen, um im anschließenden Partnering konkrete Projektideen zu formulieren. Wie sich zeigte, besteht seitens der Anwender ein dringender Bedarf an geeigneten Tumormarkern. Darüber hinaus sind etwa Biomarker gefragt zur Diagnostik von Allergien, Polyarthritis bei Katzen, Osteoarthritis bei Hunden sowie Osteoarthritis und Lungenerkrankungen bei Pferden. Aber auch die Nachfrage an Tests zur besseren Diagnostik von Entzündungen und Infektionen ist hoch. Neben Protein­­markern spielen auch nukleinsäurebasierte Marker wie nichtkodierende RNAs eine wichtige Rolle. Was das Format betrifft, so sind vor allem Tests gewünscht, die möglichst viele Parameter abdecken, sich für den Vor-Ort-Einsatz eignen und automatisierbar sind. Wichtig ist zudem, dass der Test validiert ist und die Anforderungen der Veterinärlabore an das Qualitätsmanagement erfüllt.

Was die Industrie bietet: Hier reicht die Palette von der Herstellung und Zulieferung von Anti-körpern, Antigenen, Enzymen und Nährmedien sowie mikrofluidischer Einwegsysteme und Be-schichtungsservices über die Sammlung, Bereitstellung und Lagerung diverser Proben- und Referenz­materialien bis hin zur Entwicklung von Lateral-flow- und FPIA-Assays, Point-of-Care- und ELISA-Tests, chip- und biosensorgestützter Assays sowie ver­schiedener nukleinsäure- und protein-basierter Array-Technologien. Auch im Portfolio vorhanden ist die Herstellung von Immuno-affinitätssäulen und die Entwicklung von Aptameren. Hinzu kommen spezifische Kompetenzen im Bereich Futtermittel- und Wasseranalytik, Hochdurchsatzproduktion, IT und softwaregestützte Analytik, Biostatistik sowie im Bereich präklinische Forschung und Veterinärmedizinrecht.

Um eine Förderung für F&E-Vorhaben zu beantragen, eignet sich besonders das Zentrale Innnovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Die maximale Zuwendung pro Projekt beträgt hier für Unternehmen bis zu 209.000, bei Forschungs­einrich­tungen bis zu 190.000 Euro. Kleine und mittlere Firmen werden mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Ausgaben von akade­mischen Partnern können mit einem Fördersatz von bis zu 100 Prozent bezuschusst werden, wenn sie im Projekt mit Unternehmen kooperieren und die Teilprojekte dieser Unternehmen gefördert werden. Die Gesamtförderhöhe ist bei Kooperationsprojekten auf 2 Millionen Euro begrenzt. Das Netzwerk­management steht den Partnern des Verbunds mit diversen Leistungen beiseite: Wir recherchieren Themen und Kontakte, vermitteln Industriepartner und Fachpaten sowie Experten aus den Bereichen Patente, Zertifizierung und Medizinrecht, informieren über aktuelle Änderungen zur Förderichtlinie, prüfen vorab Projektskizzen und Antragsformulare, empfehlen Vorhaben beim Projektträger oder organisieren Arbeitstreffen und Telekonferenzen.

Wer einen erfolgversprechenden Biomarker-Kandidaten einbringen oder eine diagnostische Platt-form für eine neue Anwendung (weiter-)entwickeln möchte, sollte sich unbedingt beim Netzwerkmanagement melden. Als weitere Aktivitäten des Netzwerks sind Workshops insbesondere zu regulatorischen Themen und Repräsentationen auf Fachveranstaltungen geplant. Recht herzlich laden wir Sie schon jetzt zum 2. Forum Veterinärdiagnostik am 23. Januar 2018 im Veteri­narium Progressum in Berlin ein, welches erneut in Kooperation mit der FU Berlin stattfindet. Hier stellen Partner aus veterinärmedizinischen Kliniken und Laboren aktuelle Projektideen zur Entwicklung biomarkerbasierter Veterinär-Diagnostika vor und geben einen Überblick über ihre Expertisen, die sie in ein Konsortium einbringen können. Parallel dazu findet eine Industrieausstellung statt.

Impulsvorträge von Vertretern aus Forschung, Labor und Industrie prägten das Kick-off-Treffen des Netzwerks VetDx. Sie bildeten die Basis für ein gezieltes Partnering, um erfolgreich neue Projekte zu initiieren.

 

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KONTAKT
DiagnostikNet-BB e.V.
Netzwerk VetDx
Neuendorfstraße 17
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Fax 03302 55199-10
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Web  www.veterinary-diagnostics.eu

 

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Telefon 03302 55199-14
Mobil 0172 162 3188
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